Bewegungslehre

Schattenboxen mit Partner

Hallo Leute,

Schattenboxen mit Partner ist eine gute Möglichkeit Techniken und Bewegungsabläufe ohne Druck getroffen zu werden zu üben und neue Techniken oder Kombinationen auszuprobieren. Beide Partner sollten sowohl offensiv als auch defensiv aktiv sein. D.h. es sollten sowohl einzelne Techniken, Kombinationen aber auch alle bekannten Verteidigungstechniken als Reaktion auf die Angriffe des Partners eingebaut werden. So schleifen sich flüssige Abläufe ein ohne, dass die Defensive vernachlässigt wird. Auch das Distanzgefühl wird mit trainiert.

In unser Training baue ich die Übung nicht zu oft ein, da es sich sonst auch negativ auf das Distanzgefühl auswirken kann, da eben kein Kontakt zum Partner stattfindet und man so in allen Distanzen etwas weiter weg steht, als es im Sparring oder Wettkampf der Fall ist.

Ein guter Zeitpunkt für das Schattenboxen mit Partner ist nach meiner Ansicht am Ende der Aufwärmphase, zum wieder Erwärmen nach dem Dehnen oder am Ende der Trainingseinheit zum Ausklang. – Die Belastung für den Muskel/ Bänderapparat ist nämlich nicht all zu hoch. – Als Haupttrainingsschwerpunkt würde ich es nicht empfehlen, da die Intensität nicht hoch genug ist. Auch für Sportler die aktuell Verletzt sind oder ein Teil der Schutzausrüstung vergessen haben eignet sich die Übung bestens.

Variation 1:

Als Variante 1 kann man vorgeben, dass ein Partner im Angriffsmodus und nur im Vorwärtsgang agiert. Der andere Partner hingegen bewegt sich im Rückwärtsgang und führt auch in diesem seine Schläge, Tritte und Verteidigungsbewegungen aus. – Dies soll natürlich nicht in eine Jagt quer durch die Halle ausarten 😉, sondern beide sollten kontrolliert miteinander arbeiten.

Variation 2:

Die zweite Variante würde ich nur Fortgeschrittenen empfehlen, da sie eine große Kontrolle über die Techniken und ein gewisses Maß an Selbstkontrolle voraussetzt.

Das Schattenboxen mit Partner wird in ein Schattenboxen mit Kontakt umgewandelt, daher brauchen wir dazu auch die komplette Schutzausrüstung. – Natürlich ist es dann kein Schattenboxen mehr, es dient aber demselben Zweck. – Ausprobieren ohne Angst haben zu müssen getroffen zu werden. – Beide sollten ohne Spannung flüssig arbeiten, dadurch ergibt sich eine hohe Schlagfrequenz ohne jegliche Härte. (Von Treffern zu sprechen wäre hier auch übertrieben, es ist eher ein „berühren“ mit Kickboxtechniken.)

Auch sollte das Ziel auf keinen Fall sein, den Partner treffen zu müssen oder öfter zu „berühren“ als er mich „berührt“ hat. Sonst würden wir ins locker Sparring abdriften. – Hauptziele sind: Übersicht behalten, flüssige Kombinationen schlagen, auf Angriffe reagieren und neue Techniken ausprobieren.

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